Die Schweizer KZ-Häftlinge

Die Schweizer KZ-Häftlinge

Vergessene Opfer des Dritten Reichs


Balz Spörri, René Staubli, Benno Tuchschmid
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Selbst unter Historikern ist kaum bekannt, dass während des Dritten Reichs Hunderte von Schweizerinnen und Schweizern in Konzentrationslagern inhaftiert waren. Viele von ihnen wurden umgebracht. Unter den Opfern waren Männer, Frauen und Kinder, Juden, Sozialisten, Homosexuelle, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Widerstandskämpfer. Die Schweizer Behörden hätten viele vor dem Tod bewahren können. Warum taten sie es nicht?
75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeiten die Autoren erstmals die Geschichte der Schweizer KZ-Häftlinge auf. Basierend auf Akten, Briefen, historischen Dokumenten und Gesprächen mit Angehörigen sind zudem zehn Porträts von Schweizer KZ-Häftlingen entstanden. Sie stehen stellvertretend für die vielen Schweizer Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, die in diesem Buch erstmals in einer Liste namentlich aufgeführt werden.

Details

Seitenanzahl: 320
Abbildungen: 147
Format 17.4 x 24.4 cm
Buch, Gebunden
ISBN: 978-3-03810-436-0
Erscheinungsdatum 29.10.2019

«Drei Journalisten [legten] vergangenes Jahr eine ausgezeichnet recherchierte Studie zu den ‹Schweizer KZ-Häftlingen› vor.» Jakob Tanner, Wochenzeitung, 4.6.2020

«Neben einer aufschlussreichen Analyse der historischen Umstände sind in diesem Werk zehn Schicksale ausführlicher beschrieben. [...] Mit ihrer Recherche haben die Autoren Spörri, Staubli und Tuchschmid ein wichtiges neues Kapitel der Geschichtsschreibung über die Schweiz in der Zeit des Nationalsozialismus aufgeschlagen.» Hannah Einhaus, kathbern.ch, 8.5.2020

«Ein neues Buch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schweizer Regierung, weil sie nicht genug tat, um ihre Landsleute aus deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagern zu befreien. […] Daran, dass die Schweiz viel mehr hätte tun können, [...] haben sie keinen Zweifel.» Armin Fuhrer, focus.de, 30.4.2020

«Wer sich für die Schweiz in der Nazizeit interessiert, der sollte dieses Buch lesen. Man erfährt viel bisher Unbekanntes.» Karl Hotz, Schaffhauser Nachrichten, 26.2.2020

«Das Buch stellt wichtige Fragen, die uns bis heute beschäftigen. Über welchen Spielraum in den Verhandlungen um die Gefangenen verfügten die damaligen Akteure? Hätte ein mutigeres Vorgehen etwas gebracht – oder Vergeltungsmassnahmen provoziert bis hin zum befürchteten deutschen Angriff? Warum tat sich die Schweiz so schwer mit der Entschädigung der Betroffenen nach dem Krieg?» Annegret Honegger, zeitlupe.ch, 20.2.2020

«Dass nun endlich Licht ins Dunkel kommt, ist allein den drei Journalisten Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid zu verdanken. Ihr brillantes Buch verdient breiteste Beachtung.» work, 14.2.2020

«The little-known story of Swiss victims of the Holocaust is finally being brought to light.» worldjewishcongress.org, 12.2.2020

«Minutiös zeichnen die Autoren [...] auf, wie die Schweizer in die Fänge des nationalsozialistischen Terrorapparats gerieten – und was die offizielle Schweiz tat, um ihnen zu helfen.» Christian Roth, Die Botschaft, 12.2.2020

«Hunderte Schweizer waren in nationalsozialistischen Konzentrationslagern inhaftiert – bis vor kurzem eine unbekannte Größe. Ein Autorenteam hat 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dieses unerforschte Kapitel der Schweizer Geschichte aufgearbeitet und legt konkrete Zahlen vor.» zaronews.world, 9.2.2020

«Eine Studie offenbart, wie wenig Schweizer Diplomaten für ihre Landsleute taten, die vom NS-Regime inhaftiert worden waren. Auch die Überlebenden behandelte man kaltherzig.» spiegel.de, 5.2.2020

«Den Autoren lagen zu Beginn nur einige wenige Studien zu Einzelschicksalen und zur Wiedergutmachung nach dem Krieg vor. Auch fehlte eine Liste der Opfer. Das Buch trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen. […] Mit ihrem Buch geben die Autoren den vergessenen Opfern eine Würdigung.» Karl-Heinz Walloch, auschwitz-komitee.de, Herbst 2019

«Mit der Beschreibung der Schicksale leisten die Journalisten […] mehr als eine Trauerarbeit, der sich alle wohlfeil anschliessen können. Sie stellen auch die unbequeme Frage nach der Rolle der offiziellen Schweiz.» Susanne Wenger, Schweizer Revue, Januar 2019

«Ich bin darum froh, dass das nun in einem Buch aufgearbeitet wurde.» Ein Interview mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga nach ihrer Teilnahme am Holocaust-Gedenktag in Auschwitz, Blick vom 28.1.2020

«Das Buch […] schildert die Schicksale Hunderter Schweizerinnen und Schweizer, die in den Konzentrationslagern inhaftiert waren. […] Die Autoren betonen, dass die offizielle Schweiz deutlich mehr für die Inhaftierten hätte tun können.» Benedikt Theiler, nau.ch, 26.1.2020

«Rund vier Jahre […] haben sich die Journalisten Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid eines Kapitels der Schweizer Geschichte angenommen, das bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht systematisch aufgearbeitet war.» Bernhard Amelung, badische-zeitung.de, 24.1.2020

«Dieser Tag geht ihn die Geschichte ein. […] Es ist das erste Mal, dass die offizielle Schweiz ehemalige KZ-Häftlinge empfängt.» Mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga anerkennt zum ersten Mal eine Vertreterin des Bundesrats: «Auch gebürtige Schweizerinnen und Schweizer […] fielen der unmenschlichen Verfolgungspolitik zum Opfer». Nach dem Krieg seien diese «kaltherzig behandelt» worden. Blick vom 20.1.2020

«Umfangreiche Veröffentlichung von drei historisch engagierten Journalisten. [...] Besonders eindrucksvoll ist der zweite Teil, wo in zehn Kapiteln Verfolgungsschicksale nachgezeichnet werden.» Bernd Kant, antifa.vvn-bda.de, 28.1.2020

«Die zehn exemplarischen Lebensgeschichten sind, wie das ganze Thema, akribisch recherchiert und in die historischen Abläufe eingebettet. Aber sie sind auch mit so viel Einfühlungsvermögen geschrieben, dass man ihnen voller Spannung und Empathie folgt.» Roger Anderegg, Die Wochenzeitung, 9.1.2020

«Ein viel beachtetes Buch [...]. ‹Die Schweizer KZ-Häftlinge› arbeitet ein schwieriges Stück Schweizer Geschichte auf.» Schweizer Familie, 3.1.2020

«Balz Spörri hat zusammen mit […] René Staubli und Benno Tuchschmid in vierjähriger Arbeit die Geschichte der rund vierhundert Schweizer KZ-Opfer aufgearbeitet: Juden, Linke, Randständige, einige auch nur Zufallsopfer, die in eine Polizeikontrolle geraten waren.» Res Strehle, Tages-Anzeiger, 31.12.2019

«Mit ihrem äusserst lesbaren und eindrücklichen Buch schliessen die drei Autoren eine wichtige Lücke in der Geschichtsschreibung über die Schweiz in der Zeit des Nationalsozialismus. [...] Über das blosse Historiografische hinaus werden hier durch gekonnte journalistische Recherche und plastische Schilderung der Schicksale die Menschen wieder fassbar.» Simon Erlanger, Basler Zeitung, 27.12.2019

«Le livre [...] est le premier ouvrage à dresser une liste vérifiée des personnes de nationalité suisse déportées dans les camps de concentration.» Jean-Marc Heuberger, rts.ch, 17.12.2019

«Enthüllt […] nicht nur die grosse Zahl der Opfer, sondern auch die Passivität der Schweizer Behörden, ihre eigenen Bürger aus den Klauen der Nazis zu befreien.» Delf Bucher, reformiert.info, Nr. 23/Dezember 2019

«Mit ihrem Buch geben die Autoren den vergessenen Opfern eine Würdigung.» Karl-H. Walloch, www.wallos-kulturschock.de, 10.12.2019

«Das Buch des Jahres für alle, die sich für Schweizer Zeitgeschichte interessieren.» Gisela Blau, Journal21, 7.12.2019

«Detaillierte Untersuchung über KZ-Häftlinge mit Schweizer Staatsbürgerschaft.» Lea Haller, NZZ Geschichte, Nr. 25, Dezember 2019

«Die Autoren [...] rekonstruieren sorgfältig ein düsteres Kapitel Schweizer Geschichte. Das Sachbuch ist ohne Polemik verfasst, aber anklagend.» Yves Demuth, Kulturtipp 26/19

«Mit ihrer Recherche haben die Autoren […] ein wichtiges neues Kapitel in der Geschichtsschreibung der Schweiz in der Zeit des Nationalsozialismus aufgeschlagen.» Hannah Einhaus, Berner Zeitung, 2.12.2019

«Dieses Buch [...] wirft ein Licht auf Schicksale, die in der Geschichtsschreibung bisher kaum aufgetaucht sind.» Christoph Bopp, Luzerner Zeitung, 16.11.2019

«In einem weiteren Teil des Buches [werden] eindrücklich zehn Schicksale von ganz unterschiedlichen Personen nacherzählt, die alle Opfer des NS-Terrors wurden. […] Diese auf je eigene Weise tragischen Lebensgeschichten lesen sich umso eindrücklicher, als es den Autoren gelingt, sie einfühlsam und zugleich frei von Pathos zu erzählen.» zolliker-zumiker.ch, 8.11.2019

«Die Journalisten Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid haben während vier Jahren im In- und Ausland zu diesen ‹vergessenen Opfern des Dritten Reichs› recherchiert, Tausende von Dokumenten ausgewertet sowie mit Nachfahren gesprochen – eine beschwerliche, höchst bedeutsame Arbeit. […] Das Buch ist [...] Memorial und Mahnung zugleich, aber auch eine Aufforderung, weiter zu forschen.» Marc Tribelhorn, NZZ, 7.11.2019

«Die Recherche der Autoren geht bis weit über das Kriegsende hinaus und arbeitet auch die Zeit danach auf, in der sich Versäumnisse der Landesregierung und die Unfähigkeit, Fehler im Umgang mit Opfern einzuräumen, fortsetzten.» Christine Schnapp, Doppelpunkt, 7.11.2019

«Dieses Buch ist ein Meilen- und ein Stolperstein. Autoren [...] gebührt dafür höchster Respekt.» Alf Mayer, culturmag.de, 3.11.2019

«[...] Von der ersten bis zur Seite 318 ist das Mahnmal gegen das Vergessen aufwühlend auch 75 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und man liest es dank des guten Stils zwar flüssig, aber nicht in einem Fluss sondern hält zwischendurch immer wieder inne, denn es ist kein seelenloses Sachbuch sondern eines, das die Opfer fassbar macht.» Juerg Kilchherr, chkulturpur.blogspot.com, 3.11.2019

«Nun gibt es sie endlich, die umfassende Dokumentation über die Schweizerinnen und Schweizer, die in den Jahren 1933–1945 in KZs der Nazis inhaftiert waren und für die sich der Schweizerische Bundesrat viel zu wenig eingesetzt hat.» Dagmar Schifferli, seniorweb.ch, 31.10.2019

«Es [das Buch] basiert auf aufwendigen Recherchen und gibt den Schweizer Opfern des Nazi-Terrors ein Gesicht. Denn die offizielle Schweiz kümmerte sich kaum um sie. Sie wurden im Stich gelassen.» Daniel Dunkel, Schweizer Familie, 31.10.2019

«Ein Autorenteam hat [...] zum ersten Mal dieses unerforschte Kapitel Schweizer Geschichte aufgearbeitet – und genaue Opferzahlen ermittelt.» Blick, 28.10.2019

«Auch Schweizerinnen und Schweizer waren während des Nationalsozialismus in Konzentrationslagern inhaftiert. Ihre Geschichte wurde lange nicht aufgearbeitet. Nun liegt ein Buch vor, das den Schicksalen nachgegangen ist. Ein Porträt und das Gespräch mit Balz Spörri, einem der Buchautoren.» Peter Maurer und Nicoletta Cimmino, Echo der Zeit, SRF1, 27.10.2019 

«Die Autoren legen auf 300 Seiten in Text und Bild einen eindrücklichen Überblick über die Schicksale der Schweizer KZ-Opfer vor. Sie wissen deren Geschichten so zu erzählen, dass man 80 Jahre später noch davon erschüttert wird.» Res Strehle, SonntagsZeitung, 27.10.2019

«In jahrelanger minutiöser Arbeit haben drei Autoren diese Zahlen recherchiert. Und sie leisten bei weitem mehr als dies: In dem übermorgen Dienstag erscheinenden Buch «Die Schweizer KZ-Häftlinge» beschreiben Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid die Dynamik der nationalsozialistischen Terrorherrschaft – und wie die Schweiz schon früh darauf bedacht war, die guten Beziehungen zum Unrechtsstaat unter keinen Umständen aufs Spiel zu setzen.» Gieri Cavelty, Chefredaktor SonntagsBlick, 27.10.2019

«Dutzende Schweizer,die in den Konzentrationslagern der Nazis starben, hätten gerettet werden können – wären die Behörden mutiger gewesen. Ein Buch präsentiert erstmals eine Opferliste.» Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag, 27.10.2019

«Nebst einer historischen Einordnung und zehn umfassenden Lebensgeschichten von Betroffenen werden in diesem Buch die 391 Opfer mit ihren Schicksalen erstmals namentlich in einer Liste aufgeführt. Sie soll ein Mahnmal gegen das Vergessen sein.» Audiatur-online, 27.10.2019

«Die Autoren kommen zum Schluss, dass die Schweiz Dutzende Ermordete hätte retten können, wenn sie sich mutiger für sie eingesetzt hätte.» Sibylle Elam, pszeitung.ch, 25.10.2019

Bevorstehende Veranstaltungen

Autor/in

Balz Spörri (*1959) studierte Germanistik und Geschichte und promovierte mit einer Arbeit über die Sozialgeschichte des Lesens. Er lebt als Journalist und Autor in Zürich.

René Staubli (*1953) war Redaktor und Reporter für Sonntags-Zeitung, Weltwoche und Tages-Anzeiger. 2003 gewann er den Zürcher Journalistenpreis. Heute ist er als Lektor und Ghostwriter tätig.

Benno Tuchschmid (*1985) war Reporter für die Aargauer Zeitung, SonntagsZeitung und Schweiz am Sonntag. Er leitet das Ressort Magazin der Blick-Gruppe.

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