Die Schweizer KZ-Häftlinge

Die Schweizer KZ-Häftlinge

Vergessene Opfer des Dritten Reichs


Balz Spörri, René Staubli, Benno Tuchschmid
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Selbst unter Historikern ist kaum bekannt, dass während des Dritten Reichs Hunderte von Schweizerinnen und Schweizern in Konzentrationslagern inhaftiert waren. Viele von ihnen wurden umgebracht. Unter den Opfern waren Männer, Frauen und Kinder, Juden, Sozialisten, Homosexuelle, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Widerstandskämpfer. Die Schweizer Behörden hätten viele vor dem Tod bewahren können. Warum taten sie es nicht?
75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeiten die Autoren erstmals die Geschichte der Schweizer KZ-Häftlinge auf. Basierend auf Akten, Briefen, historischen Dokumenten und Gesprächen mit Angehörigen sind zudem zehn Porträts von Schweizer KZ-Häftlingen entstanden. Sie stehen stellvertretend für die vielen Schweizer Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, die in diesem Buch erstmals in einer Liste namentlich aufgeführt werden.

Details

Seitenanzahl: 320
Abbildungen: 147
Format: 17.4 x 24.4 cm
Buch, Gebunden
ISBN: 978-3-03810-436-0
Erscheinungsdatum: 29.10.2019

«Mit ihrem Buch geben die Autoren den vergessenen Opfern eine Würdigung.» Karl-H. Walloch, www.wallos-kulturschock.de, 10.12.2019

«Das Buch des Jahres für alle, die sich für Schweizer Zeitgeschichte interessieren.» Gisela Blau, Journal21, 7.12.2019

«Detaillierte Untersuchung über KZ-Häftlinge mit Schweizer Staatsbürgerschaft.» NZZ Geschichte, Nr. 25, Dezember 2019

«Die Autoren [...] rekonstruieren sorgfältig ein düsteres Kapitel Schweizer Geschichte. Das Sachbuch ist ohne Polemik verfasst, aber anklagend.» Yves Demuth, Kulturtipp 26/19

«Mit ihrer Recherche haben die Autoren […] ein wichtiges neues Kapitel in der Geschichtsschreibung der Schweiz in der Zeit des Nationalsozialismus aufgeschlagen.» Hannah Einhaus, Berner Zeitung, 2.12.2019

«Dieses Buch [...] wirft ein Licht auf Schicksale, die in der Geschichtsschreibung bisher kaum aufgetaucht sind.» Christoph Bopp, Luzerner Zeitung, 16.11.2019

«In einem weiteren Teil des Buches [werden] eindrücklich zehn Schicksale von ganz unterschiedlichen Personen nacherzählt, die alle Opfer des NS-Terrors wurden. […] Diese auf je eigene Weise tragischen Lebensgeschichten lesen sich umso eindrücklicher, als es den Autoren gelingt, sie einfühlsam und zugleich frei von Pathos zu erzählen.» zolliker-zumiker.ch, 8.11.2019

«Das Buch ist [...] Memorial und Mahnung zugleich, aber auch eine Aufforderung, weiter zu forschen.» Marc Tribelhorn, NZZ, 7.11.2019

«Die Recherche der Autoren geht bis weit über das Kriegsende hinaus und arbeitet auch die Zeit danach auf, in der sich Versäumnisse der Landesregierung und die Unfähigkeit, Fehler im Umgang mit Opfern einzuräumen, fortsetzten.» Christine Schnapp, Doppelpunkt, 7.11.2019

«Dieses Buch ist ein Meilen- und ein Stolperstein. Autoren [...] gebührt dafür höchster Respekt.» Alf Mayer, culturmag.de, 3.11.2019

«[...] Von der ersten bis zur Seite 318 ist das Mahnmal gegen das Vergessen aufwühlend auch 75 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und man liest es dank des guten Stils zwar flüssig, aber nicht in einem Fluss sondern hält zwischendurch immer wieder inne, denn es ist kein seelenloses Sachbuch sondern eines, das die Opfer fassbar macht.» Juerg Kilchherr, chkulturpur.blogspot.com, 3.11.2019

«Nun gibt es sie endlich, die umfassende Dokumentation über die Schweizerinnen und Schweizer, die in den Jahren 1933–1945 in KZs der Nazis inhaftiert waren und für die sich der Schweizerische Bundesrat viel zu wenig eingesetzt hat.» Dagmar Schifferli, seniorweb.ch, 31.10.2019

«Es [das Buch] basiert auf aufwendigen Recherchen und gibt den Schweizer Opfern des Nazi-Terrors ein Gesicht. Denn die offizielle Schweiz kümmerte sich kaum um sie. Sie wurden im Stich gelassen.» Daniel Dunkel, Schweizer Familie, 31.10.2019

«Ein Autorenteam hat [...] zum ersten Mal dieses unerforschte Kapitel Schweizer Geschichte aufgearbeitet – und genaue Opferzahlen ermittelt.» Blick, 28.10.2019

«Auch Schweizerinnen und Schweizer waren während des Nationalsozialismus in Konzentrationslagern inhaftiert. Ihre Geschichte wurde lange nicht aufgearbeitet. Nun liegt ein Buch vor, das den Schicksalen nachgegangen ist. Ein Porträt und das Gespräch mit Balz Spörri, einem der Buchautoren.» Peter Maurer und Nicoletta Cimmino, Echo der Zeit, SRF1, 27.10.2019 

«Die Autoren legen auf 300 Seiten in Text und Bild einen eindrücklichen Überblick über die Schicksale der Schweizer KZ-Opfer vor. Sie wissen deren Geschichten so zu erzählen, dass man 80 Jahre später noch davon erschüttert wird.» Res Strehle, SonntagsZeitung, 27.10.2019

«In jahrelanger minutiöser Arbeit haben drei Autoren diese Zahlen recherchiert. Und sie leisten bei weitem mehr als dies: In dem übermorgen Dienstag erscheinenden Buch «Die Schweizer KZ-Häftlinge» beschreiben Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid die Dynamik der nationalsozialistischen Terrorherrschaft – und wie die Schweiz schon früh darauf bedacht war, die guten Beziehungen zum Unrechtsstaat unter keinen Umständen aufs Spiel zu setzen.» Gieri Cavelty, Chefredaktor SonntagsBlick, 27.10.2019

«Dutzende Schweizer,die in den Konzentrationslagern der Nazis starben, hätten gerettet werden können – wären die Behörden mutiger gewesen. Ein Buch präsentiert erstmals eine Opferliste.» Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag, 27.10.2019

«Nebst einer historischen Einordnung und zehn umfassenden Lebensgeschichten von Betroffenen werden in diesem Buch die 391 Opfer mit ihren Schicksalen erstmals namentlich in einer Liste aufgeführt. Sie soll ein Mahnmal gegen das Vergessen sein.» Audiatur-online, 27.10.2019

«Die Autoren kommen zum Schluss, dass die Schweiz Dutzende Ermordete hätte retten können, wenn sie sich mutiger für sie eingesetzt hätte.» Sibylle Elam, pszeitung.ch, 25.10.2019

Bevorstehende Veranstaltungen

Autor/in

Balz Spörri (*1959) studierte Germanistik und Geschichte und promovierte mit einer Arbeit über die Sozialgeschichte des Lesens. Er lebt als Journalist und Autor in Zürich.

René Staubli (*1953) war Redaktor und Reporter für Sonntags-Zeitung, Weltwoche und Tages-Anzeiger. 2003 gewann er den Zürcher Journalistenpreis. Heute ist er als Lektor und Ghostwriter tätig.

Benno Tuchschmid (*1985) war Reporter für die Aargauer Zeitung, SonntagsZeitung und Schweiz am Sonntag. Er leitet das Ressort Magazin der Blick-Gruppe.

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