Maghreb, Migration und Mittelmeer

Maghreb, Migration und Mittelmeer

Die Flüchtlingsbewegung als Schicksalsfrage für Europa und Nordafrika


Beat Stauffer
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Die fünf Maghrebstaaten bilden eine Art doppelten Schutzwall für die südlichen Grenzen Europas: in der Sahara und an der Mittelmeerküste. Sie verhindern zum einen die massenhafte Auswanderung ihrer eigenen Bürger nach Europa, zum anderen blockieren sie die Migration von auswanderungswilligen Menschen aus Ländern südlich der Sahara. Zur Steuerung der irregulären Migration ist Europa auf eine enge Zusammenarbeit mit den Maghrebstaaten angewiesen. Diese ist aber politisch umstritten und birgt zahlreiche moralische Dilemmata. Der ausgewiesene Maghreb-Kenner Beat Stauffer plädiert für eine Überwindung der ideologischen Gräben und für eine pragmatische Migrationspolitik, die sowohl die Interessen der Maghreb- und Sahelstaaten wie auch jene Europas berücksichtigt. Im vorliegenden Buch wird das überaus komplexe Phänomen der irregulären Migration aus dem und via den Maghreb umfassend analysiert. Gleichzeitig erhalten auch Menschen auf der Flucht eine Stimme, und in mehreren Reportagen werden Schauplätze der irregulären Migration vorgestellt.

Mit einem Vorwort von Rudolf Strahm.

«Die Lektüre dieses Buchs ist sowohl für Migrationsskeptiker wie auch für Leser mit Neigung zur Willkommenskultur äusserst erkenntnisreich und gewinnbringend.» Rudolf Strahm, alt Nationalrat

Details

Seitenanzahl: 320
Abbildungen: 56
Format: 15 x 22 cm
Buch, Broschur mit Klappen
ISBN: 978-3-03810-363-9
Erscheinungsdatum: 25.06.2019

«Stauffer skizziert [...] eine neue Migrationspolitik, die in die Mauern der Festung Europa auch offene Türen einbaut.» Delf Bucher, reformiert.info, Nr. 17/September 2019

«Stauffers Buch bietet eine gut lesbare, informative Mischung aus anschaulichen Berichten und Reportagen, Hintergrund und Porträts, Analysen und Interviews.» Christoph Dieffenbacher, bz - Zeitung für die Region Basel, 2.9.2019

«Anders als viele schnell im ideologischen Grabenkampf versumpfende Debatten bleibt sein Buch […] ruhig und anschaulich, argumentiert gegen jegliche Art von Realitätsverweigerung in Sachen Migration und Asylpolitik.» Alf Mayer, culturmag.de, 1.9.2019

«Beat Stauffer erkundet in Tunesien und anderen Maghrebstaaten die Ursachen und Formen der irregulären Migration. Ebenso erörtert er Möglichkeiten für Lösungen auf kürzere und weitere Sicht.» Christoph Wehrli, SGA-ASPE, 30.8.2019

«Stauffer nähert sich so einem Phänomen an, das sonst vor allem aus Sicht der Zielländer wahrgenommen wird und sich weder auf eine ökonomische noch auf eine polizeiliche Frage reduzieren lässt. (…) Wichtig ist sein Plädoyer für eine Politik, die auf Kooperation mit Auswanderungsländern setzt und deren legitime Interessen beachtet.» Christoph Wehrli, Neue Zürcher Zeitung

«Stauffer sieht sein Buch zum einen als ‹Bestandsaufnahme der Migration zwischen Europa und dem Maghreb›. Zum andern will er Vorschläge liefern, wie sich die irreguläre Migration besser steuern liesse.» Laura Widmer, St. Galler Tagblatt, 14.8.2019

«Wenn es um illegale Migration nach Europa geht, dann komme den Maghreb-Staaten eine Schlüsselrolle zu, schreibt der Journalist Beat Stauffer in seinem neusten Buch. Gespräch mit dem Autor.» SRF4, 4x4 Podcast, 14.8.2019

 

«Es ist keine leicht verdauliche, öfters schmerzhafte, aber, wenn das Interesse echt ist, notwendige Lektüre.» Claude Bühler, telebasel.ch, 13.8.2019

«Wenn wir in Zeitungs-Reportagen mangels präziser Kenntnisse ratlos vor Begriffen wie der ‹Perspektivelosigkeit› junger Tunesier stehen, Stauffer macht sie plastisch und verständlich.» Claude Bühler, telebasel.ch, 13.8.2019

«Wolfgang Freund begrüßt das Buch des Maghreb-Kenners Beat Stauffer als den seltenen Fall einer an Einsichten reichen und anregenden Darstellung verschiedener Problemkreise der Region. Freund zeigt sich überrascht von Stauffers Kenntnissen. [...] Und Stauffers Lösungsvorschläge für die Migration erscheinen ihm größtenteils ‹schweizerisch-pragmatisch›, intelligent.» Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, perlentaucher.de, 12.8.2019

«Beat Stauffer [...] ist einer der besten Nordafrika-Kenner des deutschen Sprachraums. Seit 30 Jahren bereist er den Maghreb intensiv und kennt die Gesellschaften von innen.» tunesienbuch.de, 11.8.2019

«[Das Buch] distanziert sich von einer unreflektierten ‹Willkommenskultur› genauso wie von einer simplen Abschottungs-Logik. Europa müsse ein neues Verhältnis zu seinen Nachbarn am Südrand des Mittelmeers finden, meint Stauffer.» Peter Blunschi, watson, 11.8.2019

«Es braucht eine kohärente Politik, die Humanität und Bestimmtheit, Empathie und Nüchternheit verbindet.» Ein Beitrag von Beat Stauffer in der Neuen Zürcher Zeitung, 2.8.2019

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Autor/in

Beat Stauffer (*1953) studierte Germanistik, Neuere Geschichte und Ethnologie an der Universität Zürich und Journalismus am Medienausbildungszentrum MAZ in Luzern. Seit 1988 arbeitet er als freischaffender Journalist für verschiedene Medien (u.a. NZZ, Radio SRF), als Buchautor sowie als Referent und Leiter von Kursen und Studienreisen in den Maghreb. Der Maghreb wurde zu einem Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit. Er schrieb ein Buch über Tunesien, lebte ein Jahr in Marokko und bereiste seit 1983 regelmässig alle Länder Nordafrikas. Für Radio SRF berichtet Stauffer seit mehr als 20 Jahren über den Maghreb und von 2011 bis 2015 auch über die arabischen Aufstände. Islamistische Bewegungen im Maghreb und in Europa, Jihadismus und interkulturelle Konfliktfelder sind seine Spezialgebiete als Journalist wie Erwachsenenbildner. Zu seinen Auftraggebern gehören unter anderem Pädagogische Hochschulen, Volkshochschulen, das Schweizerische Kompetenzzentrum für den Justizvollzug und die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt.

Rudolf H. Strahm (*1943), Chemiker und Ökonom, langjähriger Preisüberwacher und ehemaliger Nationalrat der sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP), war Mitte der 1970er-Jahre der erste Sekretär der entwicklungspolitischen Organisation «Erklärung von Bern» (Heute: «Public Eye»). 2016 forderte er ein Jobprogramm für alle Flüchtlinge und Migranten. Strahm hat sich auch als Bildungspolitiker, als Autor zahlreicher Bücher und als Kolumnist einen Namen gemacht.

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