Afrikanische Aufbrüche

Afrikanische Aufbrüche

Wie mutige Menschen auf einem schwierigen Kontinent ihre Träume verwirklichen


David Signer
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Es gibt keinen Kontinent, auf dem die Lebensbedingungen für die Mehrheit so hart sind wie in Afrika. Aber zugleich existiert wohl keine andere Weltregion, in der die Leute so einfallsreich, kreativ und wagemutig sind, wenn es darum geht, Hindernisse zu überwinden. Afrikanische Aufbrüche des Ethnologen David Signer, der bis 2020 als Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung in Senegal lebte, zeigt anhand von 18 Porträts die steinigen, abenteuerlichen und verrückten Lebenswege von afrikanischen Männern und Frauen, denen es trotz aller Widerstände gelang, ihre Wünsche zu verwirklichen: Der Malawier, der schon als Kind in seinem Dorf davon träumte zu fliegen. Heute hat er tatsächlich, nach einer Reihe unwahrscheinlicher Ereignisse, eine Pilotenlizenz. Der frühere Strassenjunge Modou aus Gambia, der später den einzigen Zirkus in Senegal gründet. Der ehemalige Kindersoldat in Kongo, der eine Organisation gegen den Einsatz Minderjähriger im Krieg auf die Beine stellt. Die Frauen in Kinshasa, die gegen alle gesellschaftlichen Normen professionell boxen. Oder die Frauen und Männer in Somalia, die der Tradition trotzen und ihre Töchter nicht beschneiden. Afrikanische Aufbrüche spornt dazu an, auch die waghalsigsten Träume zu verwirklichen; es macht Hoffnung, ohne die Realität auf dem schwierigen Kontinent zu beschönigen.

Details

Seitenanzahl: 232
Abbildungen: 24
Format 22 x 15 cm
Buch, Broschur mit Klappen
ISBN: 978-3-907291-50-4
Erscheinungsdatum 06.09.2021

«Nach Jahren in Afrika – als Ethnologe und als Reporter – war es mir ein Bedürfnis, den Leuten, die mich dort am meisten beeindruckten,
ein «Denkmal» zu setzen. Ich bin immer wieder hingerissen vom Mut und von der Kreativität, die Menschen in Afrika unter schwierigsten Umständen beweisen. Dieser experimentierfreudige, spielerische Durchhaltewillen – das war für mich eine der wichtigsten Lebenslektionen.» David Signer, persoenlich, Oktober 2021

«Dem Autor geht es nicht darum, mit diesen (Über-)Lebenskünstlern ein idealisiertes, rosiges Bild von Afrika zu zeichnen. «Gerade wer weiss, wie widrig die Umstände auf dem Kontinent sind, wird solche Unerschrockenen umso mehr bewundern», schreibt er in der Einleitung. «Sie ähneln Seiltänzern, die jederzeit abstürzen könnten, aber weitermachen; angesichts von Hindernissen werden sie nicht entmutigt, sondern mobilisieren noch mehr Einfallsreichtum und Energie.» In der Einleitung leuchtet Signer die wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Welt, in der sich diese Helden des Alltags bewegen, aus. Dadurch werden die Schwierigkeiten, denen sie bei der Verfolgung ihrer Träume und ihrer Selbstverwirklichung begegnen, umso deutlicher. Viele Afrikaner leben heute in einem Widerspruch zwischen traditionellen Werten und Moderne. Den Porträtierten im Buch ist es gelungen, das Dilemma in einen kühnen Spagat, den Bruch in einen kreativen Aufbruch zu verwandeln.» dieostschweiz.ch, 14.10.2021

«Als Afrika-Korrespondent der Neuen Züricher Zeitung in Senegal ist der Autor bestens mit den Thematiken vertraut und verschafft dem Leser einen gebündelten Einblick in einen - aus europäischer Sicht - oft noch fremden Kulturbereich.» Christoph Hildebrand, Freier Journalist, 9.10.2021

«Nach den 18 Storys beleuchtet David Signer in einem Nachwort unter anderem die Probleme, die sich aufdrängen, wenn ein weisser Europäer sich anmasst, über Afrika zu schreiben. Afrika sei nicht ein Land, sondern ein heterogener Kontinent mit vielen Ländern oder genauer definiert mit vielen Ethnien.» Urs Berger, Biel-Benkemer Dorf-Zytig, 24.09.2021

«David Signer leuchtet im Einführungskapitel Leben in Afrika die wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Welt aus, in der sich die Porträtierten bewegen. Im Nachwort Schreiben über Afrika spricht er die gegenseitigen Vorurteile an. Dank seiner langjährigen Erfahrung im Zusammenleben mit der afrikanischen Bevölkerung kann er offen auf die Menschen zugehen, auch wenn ihre Art zu leben und zu denken für uns mitunter fremd und schwer verständlich ist. Und doch idealisiert der Autor nicht. Er weist auf die Eigenheiten, Abhängigkeiten und Schwierigkeiten hin, warum die afrikanische Gesellschaft noch immer in grosser Armut lebt und sich dabei gleichzeitig einzelne Familien und Herrscher exzessiv bereichern können.» Ruth Veuilleumier, seniorweb.ch, 17.09.2021

«Das Buch bietet nach solider Recherche, Lokalaugenschein und Hintergrundgesprächen viele großartige Geschichten. David Signer gehört zu den am besten lesbaren und unterhaltsamsten europäischen Autoren über Afrika. Er ist ein Meister des pointierten Erzählens, der den Erkenntniswert von Anekdoten auszumünzen weiß. Besser kann man nicht für gegenseitige Toleranz und Achtung verschiedener Kulturen werben.» Volker Seitz, www.achgut.de

«Der gemeinsame Nenner der Menschen, denen Signer nun in seinem neusten Buch eine Stimme gibt, ist, dass sie es trotz schwierigster Startbedingungen geschafft haben, eine selbstbestimmte positive Existenz aufzubauen.» Saiten, 12/2021

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Autor/in

David Signer (* 1964), Dr. phil., Studium der Ethnologie, Psychologie und Linguistik in Zürich und Jerusalem. Er ist Autor mehrerer Bücher, unter anderem von Grenzen erzählen Geschichten (NZZ Libro, 2015). Er schrieb regelmässig für das Magazin des Tages-Anzeigers, war Redaktor bei der Weltwoche und bei der NZZ am Sonntag. Ab März 2013 betreute er bei der Neuen Zürcher Zeitung das Dossier Afrika, von 2016–2020 als Afrika-Korrespondent aus Dakar. Seit Dezember 2020 berichtet er mit Sitz in Chicago über die USA und Kanada.

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