Widerstandsvorbereitungen für den Besetzungsfall

Widerstandsvorbereitungen für den Besetzungsfall

Die Schweiz im Kalten Krieg


Titus J. Meier
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Während des Kalten Kriegs traf die Schweiz Widerstandsvorbereitungen für den Fall einer Besetzung durch den kommunistischen Ostblock. Die Vorbereitungen waren streng geheim und nur einem kleinen Personenkreis bekannt. Gewöhnliche Männer und Frauen aus der Zivilbevölkerung – Hausfrauen, Akademiker, Handwerker – waren bereit, im Besetzungsfall Widerstand zu leisten. Sie verstanden sich nicht als militärisches, sondern als politisches Rückgrat der Landesregierung. Davon war jedoch nicht die Rede, als diese Vorbereitungen 1990 publik wurden. Vielmehr dominierte in den Medien das Bild einer 400 Mann starken bewaffneten Geheimtruppe, die eine Gefahr für den Staat darstellte. Fortan stand «Projekt 26» (P-26) für einen der grössten innenpolitischen Skandale der neueren Zeit. Auf Basis von Hunderten von schriftlichen und mündlichen Quellen ist es Titus Meier gelungen, die Puzzleteilchen dieser Aktion zu einem Ganzen zusammenzufügen.

Details

Seitenanzahl: 580
Info:20 Grafiken. Format: 15 x 22 cm
Buch, Gebunden
ISBN: 978-3-03810-332-5
Erscheinungsdatum: 01.07.2018

«Meier führte zahlreiche Interviews mit ehemaligen P-26-Mitgliedern und erhielt exklusiven Zugang zu privatem Material und für die Öffentlichkeit noch gesperrten Akten im Bundesarchiv.» Alexander Sury, Der Bund, 19.10.2019

«Dieses Buch und die Veröffentlichung des sogenannten Cornu-Berichts veranlassten uns, diese Ausstellung ins Leben zu rufen.» Claudia Moritzi über die neue Sonderausstellung «P-26 – Geheime Widerstandsvorbereitungen im Kalten Krieg» im Museum Altes Zeughaus Solothurn, Schweiz am Wochenende, 31.8.2019

«Geschichte der P26 akribisch dokumentiert.» Gerhard Lob, Luzerner Zeitung, 9.7.2019

«Titus J. Meier bringt nun Licht in die schweizerischen „Widerstandsvorbereitungen im Besetzungsfall“ und geht dabei bis 1940, also bis zu den Vorkehrungen für den Fall eines Einmarsches der deutschen Wehrmacht, zurück. Der Autor stützt sich für seine Studie auf Interviews mit Zeitzeugen und auf die P-26-Akten im Schweizerischen Bundesarchiv in Bern. Erstmals entsteht so auf 500 Seiten ein präzises und quellengesättigtes Bild der Schweizer militärischen Geheimorganisationen im Kalten Krieg.» Siegfried Weichlein, infoclio.ch, 10.4.2019

«Die Publikation von Titus J. Meier [ist] ausdrücklich zu begrüßen. Denn diese liefert die erste auf Primärquellenrecherche basierte Untersuchung des Fallbeispiels Schweiz.» Thomas Riegler, sehepunkte 19 (2019), Nr. 1

«In siebenjähriger Arbeit hat der Historiker Titus J. Meier nachgewiesen, dass die Frage, ob für den Fall der Besetzung der Schweiz eine geheime Widerstandsorganisation aufgebaut werden solle, die Leute im Generalstab und im Militärdepartement seit 1945 immer wieder beschäftigt hatte. Auf 600 Buchseiten nimmt Titus Meier sorgfältig und kenntnisreich die Vorkommnisse auseinander. Er hatte zwar nicht den vollständigen, aber bisher von allen, die über P-26 geschrieben haben, den tiefsten Einblick in die Quellen.» Karl Lüönd, Werbewoche, 17. August 2018

«Der Autor stützt seine Befunde bis ins kleinste Detail mit Akten und Fakten. Er verlängert nicht den Meinungsstreit, sondern er bringt zahllose Beweisstücke, die zeigen, was tatsächlich passiert ist. Damit hat Titus Meier die Aufgabe des Historiographen solide erledigt.» Hans Fährlander, Aargauer Zeitung, 9. August 2018

«Insgesamt zeichnet Meier ein gar zu idyllisches Bild der P 26: einer Freiwilligentruppe engagierter Staatsbürger, einzig dazu da, die Unabhängigkeit der Schweiz unter   Extrembedingungen zu schützen, alles streng an der Verfassung orientiert. Zu schön, um wahr zu sein. Aber nützlich genug, um das Bild abzurunden, das die PUK am Ende des Kalten Krieges gezeichnet hat und das in der Aufregung jener Tage die P 26 in einzelnen Köpfen womöglich zu gross machte.» Res Strehle, Tages-Anzeiger, 23. Juli 2018

«Der Historiker Titus Meier hat ein viel beachtetes Buch über die Schweizer Geheimtruppe geschrieben.» Res Strehle, Tages-Anzeiger, 21. Juli 2018

«Die P-26 sei zwar geheim, aber rechtmässig gewesen. Ein neues Buch von Titus Meier, der diese These vertritt, gibt der Debatte neue Aktualität.» Christian Mensch, Schweiz am Wochenende, 20. Juli 2018

«Geheime Elemente, neu geschichtet.» Urs Paul Engeler, Die Weltwoche, 19. Juli 2018

«Das Verdienst des Buchs liegt darin, dass Meier mit mehr als hundert Beteiligten gesprochen sowie die zugänglichen Akten im Bundesarchiv und ungezählte Medienberichte gesichtet hat. So kann er exakt den Aufbau und die Finanzierung der P-26 beschreiben. Er zeigt auf, wer davon gewusst hat.» Kaspar Surber, WOZ, 19. Juli 2018

«In einem neuen Buch zeichnet der Historiker und Aargauer FDP-Politiker Titus J. Meier nun ein anderes Bild von der P-26 – und kritisiert damit auch den Bericht der PUK sowie den Umgang der Medien damit. Für seine Doktorarbeit sprach er mit über 100 ehemaligen Mitgliedern der Organisation und weiteren Zeitzeugen. Zudem hatte er Einblick in noch unter Verschluss stehende Akten und Berichte des Bundes.» Michel Burtscher, St. Galler Tagblatt, 19. Juli 2018

«Dans un livre, un historien démonte le caractère illégal de l’organisation P26.» Florent Quiquerez et Caroline Zuercher, Tribune de Genève, 19. Juli 2018

«Die Aufdeckung der geheimen Widerstandsorganisation P-26 geriet 1990 zum Skandal. Das Parlament setzte damals zwar eine Untersuchungskommission ein. Doch nach wie vor besteht Aufklärungsbedarf, zumal bis heute Dokumente unter Verschluss sind und Akten verschwunden sind. Der Historiker Titus J. Meier legt in ‹Kontext› nun neue Erkenntnisse zum Widerstand im Kalten Krieg und zur P-26 offen. Neben einem Rückblick auf die Zeit, in der die ersten Mitglieder der P-26 enttarnt wurden, will ‹Kontext› zudem wissen, ob auch heute mit einer geheimen Widerstandsorganisation zu rechnen ist.» Sabine Bitter, Kontext SRF2, 16. Juli 2018

«Die Berichte über P-26 erschütterten 1990 die Schweiz. Im damaligen politischen Klima wurde aus der Widerstandsorganisation für den Besetzungsfall schnell ‹eine private Geheimarmee› – auch mithilfe einer parlamentarischen Untersuchungskommission. Der Befund war falsch.» NZZ am Sonntag, 15. Juli 2018

«Ein Historiker lanciert mit seiner Dissertation die Diskussion um die Geheimarmee P26 neu. Seiner Ansicht nach handelte es sich nicht um eine private Geheimarmee, sondern um eine Abteilung der öffentlichen Verwaltung.» Georg Häsler, Tagesschau SRF, 15. Juli 2018

«Der Historiker Titus J. Meier präsentiert seine lange erwartete Arbeit zur geheimnisumwitterten Widerstandsorganisation P-26.» Marc Tribelhorn, Marcel Gyr, Neue Zürcher Zeitung, 16. Juli 2018

«Geheimtruppe P-26: Die parlamentarische Untersuchungskommission habe sich geirrt, sagt der Historiker Titus Meier. Er versucht in einem neuen Buch das Bild der geheimen Widerstandsorganisation neu zu zeichnen.» Markus Häfliger, Tages-Anzeiger, 16. Juli 2018

«Gestützt auf diese Quellen schreibt Meier nicht nur die Geschichte des Projekts 26 neu, sondern auch jene seiner Vorgängerorganisationen, die bis in den Zweiten Weltkrieg zurückreichen.» Markus Häfliger, Der Bund, 16. Juli 2018

 

 

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Autor/in

Titus J. Meier (*1981) wuchs in Brugg AG auf, studierte an der Universität Zürich Allgemeine Geschichte, Politikwissenschaft und Allgemeines Staatsrecht. 2011 Lehrdiplom für Maturitätsschulen. 2011 Förderpreis der Schweizerischen Vereinigung für Militärgeschichte und Militärwissenschaften für die Lizenziatsarbeit. Er arbeitet als Lehrer und als freischaffender Historiker. Er ist Einwohnerrat in Brugg und Grossrat des Kantons Aargau. Er ist eingeteilt als Major im Generalstab (Miliz) im Stab der Führungsunterstützungsbrigade 41.

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