Bundesrat Arthur Hoffmann

Bundesrat Arthur Hoffmann

Aufstieg und Fall


Paul Widmer
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Vor 100 Jahren musste Bundesrat Arthur Hoffmann Knall auf Fall zurücktreten. Ein geheimes Telegramm, das er dem Sozialistenführer Robert Grimm nach Petersburg gesandt hatte, war an die Presse gelangt. Der Aufruhr in der Schweiz war riesig – es schien, als ob der mächtigste Mann im Bundesrat einen Separatfrieden zwischen den Revolutionären in Russland und dem Deutschen Reich herbeiführen wollte. Das verärgerte auch die Entente. Hoffmann, der in der Öffentlichkeit als Verfechter strikter Neutralität auftrat, verfolgte insgeheim eine andere Politik. Aus Sorge um die verzweifelte Wirtschaftslage in der Schweiz, aber auch aus persönlichen Ambitionen versuchte er, mit riskanten Aktionen den Frieden beschleunigt herbeizuführen. Er scheiterte. Nach dem Fall beteuerte er, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Paul Widmer analysiert die Affäre gründlich und deckt auf, wie sich Hoffmann in die deutsche Kriegsstrategie einspannen liess.

Details

Seitenanzahl: 380
Abbildungen: 22
Format: 15 x 22 cm
Buch, Gebunden
ISBN: 978-3-03810-253-3
Erscheinungsdatum: 01.05.2017

«Widmer gelingt [...] ein überzeugendes Porträt eines machtbewussten und fähigen Politikers [...]. Bei den Beschreibungen und Würdigungen der diplomatischen Ränkespiele Hoffmanns kann Widmer auf seinen grossen Erfahrungsschatz als alt Botschafter der Schweiz zurückgreifen, was das Buch zusätzlich lesenswert macht.» Anja Huber, Berner Zeitschrift für Geschichte, 2019-2

«Bundesrat Arthur Hoffmann war ein Superstar der Schweizer Politik in der Zeit des Ersten Weltkriegs. Dann fiel er tief. Paul Widmer hat dem schillernden Aussenminister eine kenntnisreiche und anregende Biografie gewidmet.» Jörg Fisch, Weltwoche, 1. Februar 2018

«Liefert überzeugende Einordnungen und besticht durch eine elegante Sprache.» Marc Tribelhorn, Neue Zürcher Zeitung, 5. Oktober 2017

«Widmer analysiert die ‹Affäre Hoffmann› und deckt auf, wie sich der St.Galler in die deutsche Kriegsstrategie einspannen lies.» SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 4. Oktober 2017

«Keine Strasse, kein Platz erinnern an Bundesrat Arthur Hoffmann. Dafür ein Buch, wie es von dieser Qualität über Bundesräte nur wenige gibt.» Erik Ebneter, Basler Zeitung, 20. September 2017

«Der Fall ist einmalig: 1917 musste Arthur Hoffmann sein Amt als Bundesrat abgeben, weil er mithilfe des bekannten Sozialisten Robert Grimm versucht hatte, Russland für einen Separatfrieden mit den Mittelmächten zu gewinnen. Diese Affäre Grimm–Hoffmann ist längst bekannt. Neu ist hingegen, dass die Verfehlungen Hoffmanns um einiges grösser waren, wie alt Botschafter Paul Widmer zu seiner eigenen Überraschung und zu seinem Entsetzen entdecken musste, als er den Fall aufarbeitete. Was Widmer herausfand, ist jetzt in der ersten Biografie über den Schweizer Bundesrat erschienen.» Karl Hotz, Schaffhauser Nachrichten, 11. September 2017

«Der Historiker und Diplomat Paul Widmer ist ein kundiger Biograf. Die gründlich recherchierte Biografie lässt keine Fragen offen.» Bernd Haunfelder, Westfälische Nachrichten, 4. September 2017

«Wann immer ein neues Buch des früheren Botschafters Paul Widmer herauskommt, kann sich der historisch interessierte Leser freuen: Auf ihn wartet eine lohnende Lektüre. Dies gilt auch von der neuen Biografie, die Widmer unter dem Titel ‹Bundesrat Arthur Hoffmann. Aufstieg und Fall› hat erscheinen lassen.» Urs Bitterli, Journal 21, 7. August 2017

«Die Biografie über Bundesrat Arthur Hoffmann (1857 – 1927) von Paul Widmer fasziniert durch eine detailreiche Schilderung der Situation der Schweiz vor und während des ersten Weltkrieges.» Judith Stamm, seniorweb.ch, 25. Juni 2017

«Die Biografie erinnert an eine Zeit, als die schweizerische Diplomatie bescheiden war und sich der junge republikanische Bundesstaat bewusst von der opulenten Diplomatie der europäischen Monarchien unterscheiden wollte. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges verfügte die Schweiz bloss über elf Gesandtschaften im Ausland und die Bevölkerung war mehrheitlich der Auffassung, die beste Aussenpolitik sei es, gar keine zu haben. In diesem Umfeld versuchte Hoffmann mit seinen geheimen, neutralitätspolitisch heiklen Initiativen, der Welt den Frieden zu bringen. Doch der Friedensstifter stürzte letztlich über seinen Hochmut.» Christian Nünlist, Schweiz am Wochenende, 16. Juni 2017

«Paul Widmer nimmt sich des Mannes an, der über eine diplomatische Affäre gestürzt ist. Und obwohl neben ein paar Briefen an seine Frau kein Nachlass über seine persönlichen Beweggründe Auskunft gibt, ist Widmer in den heute offenen Archiven in reichem Mass fündig geworden. In der gerade erschienenen Biografie erzählt er die Geschichte eines Mannes, der auf der Weltbühne eine grössere Rolle spielen wollte, als es der neutralen Schweiz zustand.» Rolf App, St. Galler Tagblatt, 16. Juni 2017

«Wenn die Affäre Hoffmann-Grimm neben historischem Interesse einen aktuellen Bezug aufweist, dann jenen einer Klärung schweizerischer Neutralitätspolitik.» Urs Rauber, Bücher am Sonntag, 28. Mai 2017

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Autor/in

Paul Widmer (* 1949) ist Dozent für Internationale Beziehungen an der Universität St. Gallen. Er studierte Geschichte und Philosophie in Zürich und Köln und trat 1977 in den diplomatischen Dienst der Schweiz ein. Nach Posten in New York und Washington leitete er von 1992 bis 1999 die Vertretung in Berlin, war dann Botschafter in Kroatien, Jordanien, beim Europarat in Strassburg und zuletzt beim Heiligen Stuhl. Er ist Verfasser mehrerer politischer und historischer Bücher.

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