Licht und Schatten über Europa 1900 – 1945

Licht und Schatten über Europa 1900 – 1945

Eine etwas andere Kulturgeschichte


Urs Bitterli
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Wer hat sie nicht gelesen, die wichtigen literarischen Zeugnisse des 20. Jahrhunderts: «Professor Unrat», «Im Westen nichts Neues», «Draussen vor der Tür» oder «Jakob der Lügner». Neben 46 anderen literarischen Werken aus ganz Europa bilden sie neuartige Quellen für den Geschichtsforscher Urs Bitterli.

In diesem Buch legt Urs Bitterli eine innovative Darstellung der europäischen Kulturgeschichte im Zeitraum von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor. Er erzählt dabei den Geschichtsverlauf nicht in der üblichen Art nach, sondern stellt ihn durch 50 wichtige und zum Zeitpunkt ihres Erscheinens repräsentative Bücher vor. Besprochen werden Titel wie «Betrachtungen eines Unpolitischen» von Thomas Mann, «Brave New World» von Aldous Huxley, «Draussen vor der Tür» von Wolfgang Borchert oder «Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen » von Hannah Arendt. Die Werke entstammen der europäischen Literatur, deren Autoren und Inhalte werden auf wenigen Seiten prägnant vorgestellt und ihre Wirkung beurteilt. Unterteilt ist das Buch in acht Hauptkapitel, die durch je einen kurzen, aber informativen Überblickstext eingeführt werden. Vertieft geht Urs Bitterli auf den Ersten und Zweiten Weltkrieg, auf die Zwischenkriegszeit und auf den Holocaust ein. So entsteht für den an Geschichte und Belletristik interessierten Laien eine äusserst anregende Kulturgeschichte, die spannende Zusammenhänge aufzeigt und Lust auf weitere Lektüre macht.

Details

Seitenanzahl: 352
Masse: 15 x 22 cm
Buch, Gebunden
ISBN: 978-3-03810-151-2
Erscheinungsdatum: 10.06.2016

«Präsentiert 50 Bücher ganz unterschiedlicher Art: Erzählungen, Romane, Essays, Tagebücher, Kampfschriften, und liefert damit 50 Porträts jener Zeit, die in acht Kapiteln zusammengefasst werden.» Kurt Seifert, P.S. Buchbeilage, 30. Juni 2017

«So verfährt Urs Bitterli mit seinem einsichts- und ergebnisreichen Streifzug durch die Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mal ist es Max Frisch, mal Primo Levi, mal Hannah Arendt oder Alexander Solschenizyn, deren Texte deutlich darüber sprechen, warum es fatalerweise gekommen ist, wie es kam. Durch die kenntnisreichen kleinen Kommentare Bitterlis fügen sich vor dem inneren Auge des Lesers die Höhenflüge und Brüche einer ganzen Epoche plastisch zusammen.» Pia Reinacher, Weltwoche, 2. Januar 2017

«Das vorliegende Buch hat zweifellos einen hohen lexikalischen Wert; die Verweise auf nicht ausführlich behandelte Texte und Autoren sind anregend und hilfreich. Somit dürfte sich das Buch vorzüglich als didaktische Hilfe in der Erwachsenenbildung eignen. Dennoch gibt es einen grundlegenden Einwand. So wäre es für das Unternehmen, Zeitgeschichte in Rezensionen zu spiegeln, vielleicht sinnvoller gewesen wenn man sich entweder ausschließlich literarischen Werken gewidmet oder vollends auf gesellschaftspolitische Schriften konzentriert hätte.» Lothar Struck, www.literaturkritik.at, 17. Januar 2017

«Hierbei werden 50 Romane, darunter zum Beispiel “Herz der Finsternis” (Joseph Conrad), “Das Ekel” (Jean-Paul Sartre) und “Der stille Amerikaner” (Graham Greene) vorgestellt, in denen man den Geist der jeweiligen Epoche wiederfinden und die geschichtlichen Ereignisse in neuen Zusammenhängen für sich entdecken kann. Ein Buch, das sich sicherlich auch als Weihnachtsgeschenk für Literaturbegeisterte eignet und Lust aufs Lesen macht.» Die Buchbloggerin.de, 23. November 2016

«Die elegant formulierten Rezensionen bieten jeweils etwa zur Hälfte historiografisch kontextualisierende Informationen rund um Werk und Autor, während die andere Hälfte eine – konzise – Inhaltszusammenfassung liefert. Nach ihrer Lektüre fühlt man sich handbuchmässig aufdatiert.» Urs Hafner, Neue Zürcher Zeitung, 16. November 2016

«Urs Bitterli ist ein Historiker, dem man die Fähigkeit des Erzählens noch so gerne zuspricht. Dieses Buch ist eine erhellende Vergegenwärtigung des 20. Jahrhunderts, denn Bitterli greift unzimperlich über 1945 hinaus, wenn es nötig ist.» Christoph Bopp, Aargauer Zeitung, 27. September 2016

«Bitterlis Buch ist ein Pageturner, den man gerne in die Hand nimmt und nur ungern wieder weglegt. Das liegt an der Auswahl der Texte, die die Vielstimmigkeit der Erfahrungen widerspiegelt, und an Bitterlis eleganter und konziser Art, die (literarischen) Werke historisch zu verorten und miteinander in Verbindung zu bringen. Die relativ knapp gehaltenen Besprechungen und die einleitenden historischen Texte erlauben es den Nachgeborenen, im Eilmarsch durch die Kulturgeschichte Europas zu gehen und zumindest eine Ahnung davon zu bekommen, wie zerrissen und mörderisch die Zeit war, der sie entronnen sind.» Thomas Gull, UZH Magazin, September 2016

«Dieses Buch ist eine Fundgrube für den literaturhistorisch interessierten Zeitgenossen und eine politische Bildungserfahrung erster Güte.» Reinhard Meier, Journal 21, 13. Juli 2016

«In der Tat ist dies ein sehr lesbares, sehr lesenswertes, breit aufgestelltes und mit vielen Einsichten, Hinweisen und Informationen aufwartendes Buch geworden. Acht Hauptkapitel, durch je einen Überblickstext eingeführt, sehen sich den Ersten und Zweiten Weltkrieg die Zwischenkriegszeit und den Holocaust in deren literarischer Vermittlung an.» Alf Mayer, culturmag.de, 1. Juni 2016

«Bitterli fasst zusammen, ordnet ein und wertet: ruhig, klug.» Martin Ebel, SonntagsZeitung, 29. Mai 2016

«So entsteht ein Panorama dieser von zwei Weltkriegen erschütterten Ära, ihrer politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen Entwicklung in der Sicht von Schriftstellern.» Claudia Kühner, Bücher am Sonntag, 29. Mai 2016

«Die lebendige Erinnerung an das Grauen des 20. Jahrhunderts stirbt mit den letzten Vertretern der Kriegsgeneration allmählich aus. Was bleibt, sind die Zeugnisse. Die Tagebücher, Romane und Essays der Überlebenden. 50 davon hat Urs Bitterli in seiner Kulturgeschichte ‹Licht und Schatten über Europa 1900–1945› wundervoll pointiert für uns zusammengefasst. 50 literarische Erzeugnisse, die zum Zeitpunkt ihres Erscheinens ein breites Publikum gefunden hatten. Und auf deren Zeilen der Geist dieser Zeit wandelt. Damit zeigt der Schweizer Historiker eindrücklich, was Literatur für das Verständnis von Geschichte zu leisten vermag.» Anna Rothenfluh, watson.ch, 17. Mai 2016

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Autor/in

Urs Bitterli, Prof. Dr., war bis 2001 Ordinarius für Neue Geschichte an der Universität Zürich. Er befasste sich insbesondere mit der Geschichte der europäisch-überseeischen Beziehungen und der europäischen Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Publikationen, zuletzt «Jean Rudolf von Salis. Historiker in bewegter Zeit» (2009) und «Jean Rudolf von Salis. Ausgewählte Briefe 1930–1993» mit Irene Riesen (2011).

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