Die Schatzkammer der Diktatoren

Die Schatzkammer der Diktatoren

Der Umgang der Schweiz mit Potentatengeldern


Balz Bruppacher
Neu
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Der Umgang der Schweiz mit Fluchtgeldern ausländischer Potentaten hat sich innerhalb von fünf Jahrzehnten radikal geändert. Mit ihrer Kritik an der Entgegennahme zweifelhafter Vermögen von Diktatoren bissen NGOs hierzulande lange auf Granit. Auch ausländische Forderungen nach Rückerstattung der Gelder liefen ins Leere. Bis in die späten 1970er-Jahre war der Schweizer Standpunkt, dass es nicht Sache der Behörden oder der Banken sei, aus dem Ausland zugeflossene Gelder auf ethische Aspekte hin zu untersuchen. Inzwischen unterstützt die Schweiz die Suche nach Potentatengeldern, indem sie den Herkunftsländern etwa Anwälte zur Verfügung stellt. Besondere Herausforderungen bei der Rückgabe der Gelder gibt es aber immer noch. Das Buch zeigt anhand ausgewählter Fälle, mit welchen Themen sich die Schweiz nach wie vor schwertut. Ein regelrechter Wirtschaftskrimi.

#SchatzkammerDiktatoren #Potentatengelder

«Kein anderer Wirtschaftsjournalist in der Schweiz weiss mehr über Potentatengelder, Geldwäscherei und Wirtschaftskriminalität.» EVA NOVAK, INFLUENCE.CH

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Details

Seitenanzahl: 215
Abbildungen: 10
Format 15 x 22 cm
Buch, Gebunden
ISBN: 978-3-03810-472-8
Erscheinungsdatum 29.04.2020

«Was beeindruckt, ist die Akribie, mit der sich der Autor durch die Archive gewühlt hat. Die Kundenliste liest sich wie eine Schurkenparade. Bruppacher beschreibt en Detail, wie hingebungsvoll sich Schweizer Politiker und Diplomaten als Handlanger andienten, diskret bis zum Selbstbetrug. » Tom Schimmeck, ‘Andruck’, Deutschlandfunk, 10.8.2020 (Beitrag hören)

«Balz Bruppacher lässt kenntnisreich eine Gross-Galerie von Fällen wieder auferstehen. Es ist ungemütlich und auch etwas beschämend, das in dieser Konzentration lesen zu müssen. Es ist wie ein Welttheater-Film mit sensationellen Geschichten aus allen Gegenden – von den Philippinen über Südamerika bis in die Karibik, dann Afrika und zunehmend Osteuropa.» Peter Nobel, Bilanz, 31.7.2020

«Wer dieses Buch gelesen hat, wird sich nie mehr der Illusion hingeben, dass der Zufluss von Despotengeldern völlig gestoppt werden könne. Das sehr aktuelle Buch liest sich wie ein fesselnder Krimi.» Heiner Hug, Journal21, 6.7.2020

«Bruppacher erzählt kompetent, kurzweilig und ohne Moralin die Wendepunkte dieser Geschichte, wie sich Rechtsgrundlagen geändert, wie Behörden und Banken ihre Praxis angepasst haben. Es ist die erste umfassende Darstellung zu diesem Themenkomplex, zu dem weiterhin viele historische Dokumente nicht einsehbar sind.» Marc Tribelhorn, NZZ, 23.7.2020

«Als weltweit führender Finanzplatz in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung ist die Schweiz nach wie vor mit dem Zufluss dubioser Gelder konfrontiert. […] Längerfristig kann sich die Schweiz bei der Einhaltung internationaler Standards aber keinen Kantengang leisten. Das sture Festhalten am Steuerbankgeheimnis hat unter dem Strich wohl mehr gekostet als genutzt.» Balz Bruppacher im Interview mit Claude Baumann auf finews.ch, 25.6.2020

«Der Autor Bruppacher zeichnet die Fälle präzis nach. Er ordnet sie ein in die Entwicklungen und Veränderungen im Umgang der Schweiz mit Hunderten von Millionen Fluchtgeldern. Es entsteht ein vielfältiges Bild unterschiedlicher Fälle, komplexer Verstrickungen und sich über viele Jahre hinziehender Verfahren.»  Mugglin, SGA|ASPE, 27.5.2020

«Balz Bruppachers Verdienst ist, dass er die Geschichte ohne moralisierenden Unterton erzählt. So zeigt er auf, dass auch bei den Banken nicht alles schwarz-weiss ist.» Markus Häfliger, Tages-Anzeiger, 29.4.2020 

«Über Jahre hinweg haben viele ausländische Machthaber ihr Geld in der Schweiz deponiert. Doch Mitte der 80er-Jahre begann ein Wandel und die Schweiz änderte die Gesetzgebung. Wie ist die Situation heute?» Gespräch mit Balz Bruppacher im Echo der Zeit, SRF1, 30.4.2020

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Autor/in

Balz Bruppacher (*1950) war nach seiner Arbeit bei der Nachrichtenagentur DDP Korrespondent des Schweizer Diensts der Associated Press (AP) in Zürich und Chefredaktor des Schweizer AP-Diensts in Bern. Er arbeitete für verschiedene Zeitungen und war MAZ-Dozent. 2010 erhielt er den Zürcher Journalistenpreis für sein Gesamtwerk.

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