Religion, Liberalität und Rechtsstaat

Religion, Liberalität und Rechtsstaat

Ein offenes Spannungsverhältnis

Gerhard Schwarz, Beat Sitter-Liver, Adrian Holderegger u.a. (Hg.)
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Angesichts der zunehmenden Pluralisierung unserer Gesellschaften wandelt sich der Status der Religionen. Das Verhältnis zwischen religiösen Überzeugungen – nicht zuletzt aufgrund ihrer «neuen Sichtbarkeit» – und säkularen Staaten muss daher neu bedacht werden. Zwischen den verschiedenen Religionen oder Konfessionen einerseits und dem demokratischen Rechtsstaat sowie einer Öffentlichkeit, die sich als liberal versteht, andererseits besteht ein latentes oder sogar offenes Spannungsverhältnis. Die institutionellen Regelungen des Verhältnisses zwischen Staat und Religionen, die in den westlichen Gesellschaften sehr unterschiedliche Gestalt angenommen haben (z.B. französischer Laizismus versus amerikanischen Säkularismus), stehen neu und dringend auf dem Prüfstand.

Beiträge von Jörg Baumberger, Christoph Bochinger, Ernst- Wolfgang Böckenförde, Gérard Bökenkamp, José Casanova, Friedrich-Wilhelm Graf, Jürgen Habermas, Marianne Heimbach- Steins, Adrian Holderegger, Harold James, Hans Joas, Marco Jorio, Necla Kelek, René Pahud de Mortanges, Wolfgang Schüssel, Jürg Stolz, Brigitte Tag, Charles Taylor, Roland Vaubel und Michael Zöller.

Details

Seitenanzahl: 248
Abbildungen: 4
Format: 15.4 x 22.4 cm
Buch, Broschiert
ISBN: 978-3-03810-022-5
Erscheinungsdatum: 16.06.2015

«Dass die Autoren für ihre Abhandlungen nur wenige Seiten zur Verfügung hatten, zwang sie zu einer Reduzierung der Gedanken und klaren Gliederung ihrer Ausführungen. Das kommt dem Erfassen des Gebotenen durch die Lesenden sehr entgegen. Immer wieder kommt es bei der Lektüre zu überraschenden Erkenntnissen!» Judith Stamm, seniorweb.ch, 7. Januar 2016

«Dass das Buch von der ersten bis zur letzten Seite fundiert, lehrreich und anregend ist, hat damit zu tun, dass hier die Besten für dieses Thema aufgeboten wurden: von Ernst-Wolfgang Böckenförde und Necla Kelec über Friedrich Wilhelm Graf und Harold James bis hin zu Charles Taylor, Wolfgang Schüssel und Jürgen Habermas.» Michael Meier, Tages-Anzeiger, 9. September 2015

«Das Buch fragt auch nach den Chancen der Integration muslimischer Migranten in unsere Gesellschaft. Religionsrechtler Pahud de Mortanges bemängelt, dass in der Schweiz die Religionsfreiheit der Muslime weit eingeschränkter sei als jene anderer Glaubensgemeinschaften. Die staatliche Anerkennung der Muslime sei zwar wünschenswert, scheine aber ‹gegenwärtig ein politisches No-go zu sein›. Demgegenüber hält es der Soziologe José Casanova für möglich, dass sich der Islam – analog zum Katholizismus – in die liberalen westlichen Gesellschaften integriert.» Michael Meier, Der Bund, 9. September 2015

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Autor/in

Gerhard Schwarz, Dr. oec., Direktor des liberalen Think-Tanks Avenir Suisse; ehem. Leiter der Wirtschaftsredaktion sowie stellvertretender Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung».

Beat Sitter-Liver, Prof. Dr. phil. et Dr. h. c., Professor für praktische Philosophie an der Universität Freiburg/ Schweiz.

Adrian Holderegger, Prof. em. Dr. theol., Professor für Moraltheologie und Ethik an der Universität Freiburg/ Schweiz.

Brigitte Tag (* 1959), Prof. Dr. iur. utr., Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht an der Universität Zürich.

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