Werte schaffen – Gespräche mit Ulrich Bremi Unternehmer und Politiker
Thomas Häberling
Der in Wirtschaft und Politik hoch angesehene und bekannte Ulrich Bremi hat einen ungewöhnlichen Lebensweg. Dieser führte ihn von der Mechanikerlehre bis an die Schaltstellen politischer Macht und an die Spitze eines Weltkonzerns. Gespannt verfolgen wir, wie der «aggressive Zuhörer» sich immer wieder neuen Aufgaben zuwandte, sie zum Erfolg führte, sich engagierte für Bildung, Forschung und liberale Wirtschaftspolitik. Aus reicher Erfahrung weiss er, was es bedeutet, die Verantwortung für ein Unternehmen in der Krise wahrzunehmen. Kenntnisreich sind auch seine Aussagen zu den Auswirkungen globaler Veränderungen auf Freiheit und Sicherheit, zur Positionierung der Schweiz im internationalen Wettbewerb und zu den politischen Anomalien der direkten Demokratie. «Nötig und richtig ist eine Positionierung der Schweiz, die heisst: mehr Verantwortung und mehr Freiheiten als heute und als anderswo.» Verantwortung, nicht als Last verstanden, sondern als Kompetenz zur Bewegung, als Aufforderung zum Handeln, und Freiheiten, die der Einzelne zu nutzen vermag, sind zentrale Elemente im Denken und Handeln des Politikers und Unternehmers Ulrich Bremi.
Ulrich Bremi (*1929) leitete die Kaba-Gruppe, war Nationalrat und FDP-Fraktionspräsident. 1991 präsidierte er die Grosse Kammer. Danach war er bis Ende des Jahrzehnts Verwaltungsratspräsident von Georg Fischer, der «Neuen Zürcher Zeitung» und Swiss Re. |