Das Chorherrenstift am Grossmünster Von den Anfängen im 9. Jahrhundert bis zur Zürcher Reformation unter Huldrych Zwingli
Werner Gysel
Dieser faszinierende Überblick ist gleichzeitig die Geschichte eines kirchlichen Grossbetriebs mit seinen zahlreichen Ämtern vom Probst bis zum Henker, eine Geschichte über geistliche, politische und wirtschaftliche Macht unter Kaiser, Papst und Stadtregierung und ein Spiegel des mittelalterlichen Zürich. Die Darstellung basiert auf neu bewerteten und erschlossenen Quellen. Diese zeigen die Verhältnisse der Gemeinschaft im 9. und 10. Jahrhundert, das gottesdienstliche Leben im 13. Jahrhundert und geben Eindruck von der geistlichen und wirtschaftlichen Organisation des Stiftes im 14. Jahrhundert. Stand am Anfang das gemeinschaftliche Leben von Klerikern im Dienst der Seelsorge im Zentrum, wurde das Stift von 1100 bis 1523 geprägt von Säkularkanonikern mit individualisierter Lebensweise, aber auch dem Ideal des gemeinsamen Gottesdienstes. |